Was Frauen wollen…..

…und wie Männer davon profitieren können. Ein jedes Portfolio kann mit Kosmetik-Aktien aufgehübscht werden.

Wer kenn den Spruch der bösen Stiefmutter aus „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ nicht: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?

Diese Frage berührt die Frauen nicht erst seit dem berühmten Märchen der Gebrüder Grimm, sondern bereits im antiken Griechenland hat sich das weibliche Geschlecht nach der vollendeten Schönheit gesehnt. Dabei war Aphrodite, die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde, die für Normalsterbliche unerreichbar war, das große Vorbild. In der heutigen Welt ist dieser magische Dreiklang für fast jede Frau erreichbar, zumindest wenn es nach der Kosmetik-Industrie geht. Sie will jede Frau zu der angebeteten Aphrodite erheben. Gilette frohlockt in seiner Werbung mit „Erwecke die Göttin in dir“ in seiner Werbung für den Damenrasierer Venus. Bei Revlon heißt es „Be a star“ und von Estée Lauder wird versprochen: „The most beautiful Face in the World? Its yours.“ (Das schönste Gesicht auf der Welt? Es ist Deines)

Rote Lippen soll man küssen

Genau das möchte Frau hören, wenn auch bevorzugt aus dem Munde ihres Partners. Aus diesem Grund betreiben die Frauen den Aufwand im Badezimmer: Beine cremen, Wimpern tuschen, Rouge und Lidschatten auflegen, die Lippen mit Gloss verzieren, damit sei einen rosig-frischen Glanz erhalten, lackieren die Finger- und Fußnägel und glätten die Haare mit einer aufwendigen Prozedur.

An alle, die sich nun die Haare raufen: Es ist zwecklos zu leugnen. Denn jede einmal ehrlich zu sich ist, dann würde sie doch gern Lippenstift, Nagellack & Co. im Schrank lassen. Und an die Herren der Schöpfung: Ein wenig Anerkennung wäre doch klasse, bei all der Mühe, die sich die Damen geben. Denn, auch wenn die Sammlung an Werkzeugen und Farbtiegelchen Zuwachs bekommt und es irgendwie keinen Unterschied zwischen den Farben geht – so lohnt sich der Einkauf für den Haussegen und den Geldbeutel. Denn die Kosmetikunternehmen die an den internationalen Börsen gelistet sind, nehmen immer mehr Fahrt auf.

Deutsche Geben Milliarden für die Schönheitspflege aus

Die Bundesbürger gaben 2016 13,6 Milliarden Euro für Schönheitspflegemittel aus und das sind 1,6 % mehr als in 2015. Der Markt für die Haushaltspflegemittel ist sogar um 2 % auf 4,62 Milliarden Euro gestiegen und das bedeutet, dass jeder achte Euro, der in Deutschland ausgegeben wird, auf die Kosmetik- und Haushaltspflegemittel entfällt. Damit sind die Deutschen Europameister, wenn es um die Körper- und Haushaltspflege geht. Nirgendwo wird so viel Geld für die eigene Schönheit und ein sauberes Zuhause ausgegeben wie in Deutschland.

Genau das könnte den Kosmetik Konzernen weiterhin Auftrieb geben. Bei Beiersdorf hat sich die Marke Nivea zum Gewinntreiber entwickelt und die Hamburger erwarten einen deutlich über dem Vorjahr liegende EBIT-Umsatzrendite. Gleiches zeichnet sich bei L’oréal ab. Der Umsatz in Deutschland konnten die Franzosen um über 3 % steigern.

Für die Herren, die aus der Schönheit ihrer Damen einen Profit schlagen wollen sind damit die Aktien von Nivea und L’oréal angesagt. Allerdings haben die Franzosen gegenüber den Hamburgern die Nase vor. Die Aktien von L’oréal zogen auf Ein-Jahressicht auf knapp 9 % an und die Titel von Beiersdorf verloren gut 2 %. Die Aktien des Nivea-Herstellers waren zwei Jahre zuvor jedoch bereits sehr gut gelaufen. Wer sich für Kosmetik-Aktien interessiert, ist bei CMC Markets gut aufgehoben. Der englische Broker, der ebenfalls einen Sitz in Deutschland hat, wird von der BaFin reguliert.

Es ist auf jeden Fall ratsam, auf die Branche zu achten, denn die Wasch- und Pflege-Lust dürfte noch stärker zunehmen. Vom Branchenverband wird mit einem Umsatzzuwachs von 2 % gerechnet. Aber auch Europa- und weltweit dürfte die Nachfrage nach Lippenstift, Nagellack, Schönheitscremes & Co. weiter ansteigen. Also warum das eigene Depot nicht auch ein wenig aufhübschen?!